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Freitag, März 26, 2010

Call Center - wer bremst die Social Media Entwicklung?

Gedanken: Welche Möglichkeiten haben Agenten und Call Center sich zur Social Media Kompetenzzentrale zu entwickeln? Meiner Ansicht nach können fähige Agents für Community-Moderation sowie die Betreuung der Firmenaccounts bei Facebook und Twitter umgeschult werden. Ist die Angst also unberechtigt, dass Agenten ihr Beschäftigungsverhältnis aufgrund von Foren und Communities verlieren? Ich meine JA! Viele von den Agents nutzen sicherlich bereits privat StudiVZ oder Facebook und könnten sich nach entsprechenden Schulungsmaßnahmen rund um die öffentliche Kommunikation - im besten Sinne der zu betreuenden Marke / Firma - prima für die Forumsbetreuung als offizielle Firmen-Repräsentaten eignen... Sind es evtl. gar nicht die fehlenden Kompetenzen der Agents, sondern die Supervisor und Manager, die derzeit Social Media Initiativen im Customer Care noch verhindern, da die Entscheider noch stark vom Kontroll- und Effizienzwahn der IVR-Systeme und Email-Abarbeitung im Akkord getrieben sind? Das Web2.0-Potential der eigenen Call Centern könnte derzeit in den Führungsebenen falsch eingeschätzt werden und ggf. wird den Agents viel zu wenig zugetraut.... Zudem wissen viele Entscheider sicherlich gar nicht wie Social Media wirklich funktioniert und dass es in modernen Community-Lösungen wie www.service-community.net beispielsweise genügend Qualitäts- und Überwachungsmechanismen gibt, um auch die Kommunikation der eigenen Mitarbeiter in einer Kunden-Community zu steuern.

Freitag, November 06, 2009

Clustered human intelligence as the megapower for the social service web

Companies own a tremendous asset that will become the megapower of the social service web in the future: Human brains and social intelligence in their service organizations! However a shift in the corporate strategy and in the mindset of employees is necessary to leverage its full potential.

In todays world call-center agents and their responsible managers often strive for more efficiency, higher levels of automation and an ever growing output of solved cases per hour... The social web and the customer dialogues of tomorrow require a different skillset and create new disciplines to compete by:
  1. Social intelligence in order to communicate publicly in the best interest of the company.
  2. Long-term perspective: Since the internet is not a black box like an IVR or hotline system all social media dialogues create a long-term image, service and SEO effect for the company.
  3. Multimedia and cross-platform communication in order to meet the customer on the web exactly where he/she is in real time.
  4. Content awareness, especially for relevant FAQs and search engine relevant Q&As.
  5. A great portion of honesty that should be directly linked to the corporate believes and image.
  6. High-level of service orientation for individual problems out in the open, so that the whole internet world can see, that even small issues get solved or at least receive an honest answer.
In other words: If companies manage to create a corporate climate where it is allowed for employees of all ranks and hierarchic levels to do their job to serve the customers on the social web as good and honest as they can, this will bring a tremendous social web power to the company. Not only in terms of more respect of the internet community or a better google raking, because of more relevant content, but also in terms of the flexiblity the employees themselves need to cope with the ever increasing changes and earth-shaking technological trends. Companies where employees participate in the social web will be better prepared for the future, will be more innovative and flexible and they will be able to improve products in a much more efficient way, which will again improve the financial results and profitability, as the latest studies by Gartner, Forrester or IDC show.

Call Centers can become the community centers of the future. Therefore call-center operators should not fear the social web, but they should rather prepare the agents for what`s happening on the web right now. They should motivate their employees to become active on Facebook or Twitter privately and business wise and to learn the new way of social communication. In addition they should create new rules and values to guide the employees through the process and to minimize the risks involved. Agents should be aware of confidential information of course that should not find its way to the social web. They should be trained about the PR risks, but should also be motivated to be bold. Smaller mistakes on the social web or miscommunications should not be punished, but should rather be taken as excamples of how individual employees could react openly, honestly, and how one can admit mistakes even in the name of the company and how to avoid such problems in the future. In the end, even these mistakes will bring customers closer to the company, if handled correctly, since it brings back the human touch to customer service.

Companies that open up publicly for critism will be able to create a closer bond with their customers and especially with the super users or super customers. These valuable multipliers will not be driven away into forums or external social communities where they shout out their critism or where they live up to their positive fascination with the companies products or services. They should rather get a forum directly on the corporate website - a VIP area for feedback, critism and praise; a service-community where each individual becomes a respected spokes person, a part of the team and a valued and respected customer.

In case you are interested in further thoughts of mine, a moderated team workshop about the social web or one of our self-service community solutions, please contact me via Twitter.

Mittwoch, Oktober 14, 2009

Studie: 59 Prozent bevorzugen Handy-Self-Services

Heute wurde über eine aktuelle Studie aus Spanien von Added Value berichtet, die herausgefunden hat, dass 59 % der Befragten im Mobilfunk eine Self-Service-Lösung gegenüber einem Anruf im Call Center bevorzugen. Self-Service-Communities können hier einen wesentlichen Beitrag leisten und standardmäßig ist bei Service-Community.net ein mobiles Portal für das Unternehmen dabei... Beispiel: http://community.ferien.de/m

Donnerstag, Oktober 01, 2009

Service in sozialen Medien und der Paradigmen-Wechsel in der Unternehmenspolitik

In Vorbereitung auf die Podiumsdiskussion auf dem Kongress der Voice Days nächste Woche in Nürnberg zum Thema "Service für die Facebook Generation" an der ich als Referent teilnehmen werde, möchte ich einige Gedanken und Erfahrungen der letzten Tage veröffentlichen.

Jüngster Erfahrungsbericht:
Mit einem größeren mittelständischen Unternehmen habe ich diese Woche eine Diskussion über Kundenrezensionen im Internet geführt. Die Problematik bestand daran, dass die 1-2% unzufriedener Kunden tendenziell sehr bereitwillig sind über Ihren Frust im Internet auf Portalen wie Ciao.de, Dooyoo.de, testberichte.de, etc. zu berichten. Die 98-99% zufriedener Kunden jedoch, nehmen den guten Service und das gute Produkt als selbstverständlich hin und sind nicht motiviert einen positiven Erfahrungsbericht in einem Forum oder auf einer Bewertungsseite im Web zu veröffentlichen. Ergo finden sich in den Suchergebnissen bei google auf der ersten Seite zahlreiche Einträge mit schlechten Bewertungen Einzelner, die das Unternehmen seit Jahren versucht in der SEO-Relevanz herabzustufen. Erschwerend kam in diesem Fall hinzu, dass alte Studien und Testberichte u.a. der Stiftung Warentest von 2003 und älter noch gut gerankt sind bei google, obwohl es längst neue, ebenfalls sehr renommierte Tests von offizieller Stelle gibt, die die 98-99% zufriedener Kunden und ein exzellentes Produkt bestätigen. Also was tun?

Hier meine Ratschläge, die ich 1:1 aus der Email-Korrespondenz mit dem Marketingleiter des Unternemens kopiere:

Ursprungsemail 1 des Marketingleiters zu einer mittlerweile gut gerankten Frage über das Unternehmen im Archiv von hiogi bei der aktuelle Negativ-Rezensionen und alte Studien zitiert wurden:
"...sollen wir dann noch was Erklärendes mit einem offiziellen Firmen-Account auf hiogi.de schreiben. Oder eher den Ball flach halten?..."

Meine Antwort-Email 2:
"Grundsätzlich würde ich Deinem Team immer empfehlen in Foren aktiv und offiziell mit einem Firmen-Account zu agieren und sich der Kritik offen und ehrlich zu stellen. In diesem Falle auf hiogi.de ist es nun ok, da alle Gegenargumente und neueste Studien zusätzlich in den Ergänzungen gepostet wurden. Wichtig ist, dass man als Firma dann nicht werblich oder verteidigend auftritt, sondern Fakten bringt. Was Ciao.de und Doyoo.de angeht, hilft nur eines: Ihr müsst gute Kunden motivieren und ggf. incentivieren auch positive Bewertungen für Euch zu hinterlegen: „Sie waren zufrieden mit uns? Schreiben Sie einen kurzen Erfahrungsbericht bei einem dieser Portale (ciao.de, doyoo.de, testberichte.de, preisvergleich.de) und gewinnen Sie eine Reise nach Italien! Einfach bis 31.12.09 den Link zu Ihrem Erfahrungsbericht an info@unserefirma.de senden…“

Antwort-Email 3 des Marketingleiters:
"Hast du keine Angst, dass das nach hinten losgehen kann?"

Meine Antwort-Email 4:
"Nur, wer ein schlechtes Produkt anbietet, hat Angst davor, dass so etwas nach hinten los geht. Man kann gegen die Internet-Crowd und User-generated Content nicht gegenangehen. Es hilft nur Service-Qualität erhöhen, zuhören, mitmachen und das Produkt verbessern. Lies mal diese Studien hier, dann verstehst Du besser warum mehr und mehr Firmen oder Obama sich bei Facebook und Twitter engagieren sich von uns eine Service-Community installieren lassen: http://blog.service-community.net/search/label/Studie
Du sollest am besten wissen, ob ihr genügend zufriedene und loyale Kunden habt, die auf solche eine Motivation anspringen und auch gerne über Euch positiv berichten. Ob man dies mit einem Gewinnspiel antriggern muss sei dahingstellt. Oftmals reicht auch einfach die schlichte Bitte. Die 2-3% Meckerheinis werden eh ihren Frust irgendwo posten und es gilt halt die Guten zu motivieren. Good luck."

Antwort des Marketingleiters 5:
"Merci, genügend zufriedene Kunden werden wir wohl haben, sonst liefe der Laden so wohl nicht mehr – ist halt ein low involvement Produkt, genauso wie Strom der aus der Steckdose kommt, man geht davon aus das alles passt und beschwert sich wenn die Lampe dunkel bleibt."

Diese Korrespondenz zeigt vortrefflich den Paradigmenwechsel, dem sich die Unternehmenspolitik und -strategie stellen müssen: Das Internet ist da. Es ist laut. Es ist offen. Jeder macht mit. Und das Internet vergißt nie. Dies stellt den Kundenservice und die Presseabteilungen vor riesengroße Herausforderungen. Wenn Unternehmen glauben, sie könnten in Zukunft durch Abmahnungen, Unterlassungsklagen, Lösch-Gesuche oder aggressive Keyword-Optimierung dafür sorgen, dass Negativäußerungen im World Wide Web verschwinden und nicht geschäftsschädigend wirken, dann irren diese, genauso wie Herr Honecker irrte oder doe chinesische Staatsregierung irrt. Der einzig richtige Weg ist sich öffnen und mitmachen.... Nicht nur auf Facebook, Twitter oder MySpace, sondern auf der eigenen Firmenwebsite, mit einem eigenen Twitter-Inboundkanal, mit einem Kundenservice, der feinfülig auf Facebook agiert, mit einem Produktmanagement, dass sich der Kritik stellt, Ideen sammelt und die Produkte verbessert. In der Kommunikation hilft zudem nur Authentizität, Offenheit und Ehrlichkeit. Wenn die Marketingagenturen es dann noch schaffen die Online-Dialoge durch witzige Kampagnen mit Mehrwert oder Entertainment-Faktor ins Positive zu drehen und im Web die Massen zu objektiven Meinungsäußerungen und einem Wir-Gefühl rund um das jeweilige Produkt zu bewegen, dann ist das Unternehmen wirklich angekommen im Web 2.0 und wird dies auch positiv im Umsatz merken! Leider verstehen dies derzeit die wenigsten Manager in den Chef-Etagen, da sie eben beispielsweise den Wahlausgang letzten Sonntag noch nicht live über die iPhone-App von Facebook diskutierten, dort allen Freunden stolz zeigten, dass sie gewählt haben oder sich die neuesten Hochrechnungen per Handy bei m.spiegel.de abriefen...

Zusammengefasst hier meine drei Kernaussagen:

1. Facebook wird der Personalausweis einer neuen Generation von Endkunden, die zunehmend erwarten, dass Unternehmen, Vereine oder Parteien diese digital vernetzte Welt betreten. Die Aktivitäten in sozialen Medien unterliegen jedoch neuen Verhaltensmustern und Kommunikationsregeln, die vor allem Werbetreibende berücksichtigen müssen: Originalität, Ehrlichkeit und Kundennutzen stehen im Vordergrund, da das Web nichts und niemals vergisst.

2. Unternehmen aller Branchen werden mittelfristig gezwungen sich offen mit den Dialogen der Facebook Generation auseinanderzusetzen. Nüchterne betriebswirtschaftliche Analysen werden beweisen, dass sich mit der SEO-Power von "user-generated content" die Umsätze steigern lassen und dass das Web als Kollektiv mehr Ideen und Produktverbesserungen hervorbringt als jede F&E-Abteilung.

3. Die Facebook Generation ist bereits schon heute 24-7/always-on, was multimediale und in Echtzeit ablaufende Formen der Kommunikation entstehen lässt. So zeigen Facebook, Twitter oder auch google wave beispielsweise, wie wir jederzeit und überall Informationen, Fotos oder Videos miteinander teilen, unabhängig von der gerade besuchten Website, dem genutzten Endgerät oder dem gewählten Kommunikationskanal.

Dienstag, August 11, 2009

google-Indexierung nach wenigen Minuten mit SaaS-Community

Bei den ersten Tests mit unserer neuen SaaS-Community-Lösung für Unternehmen konnten wir erstaunliche Ergebnisse im SEO-Bereich für unsere Kunden erzielen. So befand sich beispielsweise eine der ersten Fragen auf http://community.ferien.de schon nach wenigen Minuten auf der ersten Suchergebnisseite bei google zu den Stichworten BERLIN TOURISTEN SOMMER: http://www.google.de/search?source=ig&hl=de&rlz=&=&q=Berlin+Touristen+Sommer&btnG=Google-Suche&meta=lr%3D&aq=f&oq=

Die zwei Jahre Suchmaschinenoptimierung und Erfahrungen mit unserer eigenen Wissenscommunity hiogi.de zahlen sich also nun auch für unsere Unternehmenskunden aus. Noch bis 15.8.09 erhalten Unternehmen, die sich unter www.service-community.net eine eigene Community einbinden 25% Einführungsrabatt auf alle Tarife.

Bitte lesen Sie zum Thema Social Media auch meine sehr kritischen Berichte hier: http://blog.service-community.net ! Gerade heute haben wir eine Studie veröffentlicht über die katastrophale Nutzung von Social Media in der Reiseindustrie!